Beim Pergola bauen errichtet man keinen Laubengang

Unser modernes Wort Pergola entstammt dem Italienischen und von diesem wiederum dem Lateinischen „pergula“ entlehnt, was so viel bedeutet wie Vor- bzw. Anbau. Traditionell war sie der Übergangs- oder Vebindungsbereich zwischen Haus und Terrasse. Wie auch heute diente eine Pergola auch in der Antike eher der Zierde und weniger dem Schutz vor Wind oder Regen.

Offene Bauweise

Dementsprechend ist allen Pergolas bauen Sets normalerweise gemeinsam, dass sie nach oben hin einen halboffenen Baucharakter aufweisen. Das heißt im Klartext, dass sie gewöhnlich nicht durch ein wasserdichtes und sonnenundurchlässiges Dach gedeckt sind. Meist besteht die „Überdachung“ aus parallel verlaufenden, auf Querbalken ruhenden Lattenlamellen oder bisweilen auch einem sich diagonal überschneidenden Lattenrost. Wenn das Bauwerk jedoch ein festes Dach aufweist, bezeichnet man es normalerweise als Laubengang oder Schattendach. Nur verschrobene Geschichtsprofessoren benutzen gelegentlich den altgriechischen Ausdruck „Stoa“.

Die Pergola als Rankhilfe

Die weitaus meisten Pergolabesitzer wollen sie begrünen – und für diesen Zweock ist eine Pergola sowieso bestens geeignet. Beliebt ist es in unseren Breiten, entlang der Pfeilerreihen Rebstöcke zu pflanzen, aber auch andere Rankengewächse wie z. B. Efeu eignen sich hervorragend. Man kann an den Pfosten für die noch kleinen Pflanzen zusätzliche Kletterhilfen anbringen, damit sie sie schließlich die Lamellen- oder Rostdeckung des Pergoladaches erreichen und sich darüber ausbreiten können. Im Frühjahr und dann im Sommer, wenn die Pflanzen ihre ganze Blätterpracht entfaltet haben, übernimmt die Pergola dann in der Tat die Funktion eines Schattendaches – ganz davon abgesehen, dass eine solcherlei sattgrün eingehüllte Pergola ein wahrer Blickfang ist.